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Bitte hier klicken, um den 1. Bericht "Die ersten Erfolge" zu lesen.
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1997, bei unserem Urlaub in Bryggia am Nordfjord erlebten wir folgende Geschichte. Für eine Woche haben wir uns wieder aufgemacht, um Norwegens Fjorden ein paar kapitale Dorsche und Seelachse zu entlocken. Doch war unser Anglerglück in den ersten Tagen nicht so groß.
Gleich nach der Ankunft brachen wir zu einer ersten Entdeckungstour auf. Es regnete in Strömen, doch das war uns egal, wir waren heiß! Nach gut 2 Stunden ging mir ein schöner Dorsch von 90 cm an die Angel. Wow, so kann der Angelurlaub ruhig beginnen. Leider war es das fürs erste.
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Die nächsten Tage fingen wir immer unser Abendbrot, ab und zu konnten wir auch mal einen Fisch einfrosten. Aber das richtige Angelabenteuer fehlte noch. Es kam der Donnerstag, der vorletzte Tag hier in Bryggia. Abends gegen 22.00 Uhr machten wir uns startklar für die letzte große Angelnacht.
Die Ruten haben wir nochmals kontrolliert, so dass uns von dieser Seite keine böse Überraschung den Angeltörn verderben kann.
Ich als Bootsführer versuche den Außenborder zu starten. Ich ziehe einmal, zweimal, dreimal... der Motor will noch nicht so recht. Ich ziehe nochmals kräftig am Strick, aber der Motor kommt immer noch nicht. Dafür habe ich das Zugseil in der Hand!! Au Backe!
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Ich schau meinen Vater an, er schaut gelassen zurück und sagt ganz einfach "Na, sieh zu, dass du es wieder reparierst." Ich guck mir den Motor genauer an, den Deckel kann ich öffnen und wie beim Fahrrad ist eine kleine Werkzeugtasche dabei. Jetzt fragt mich bitte nicht wie... auf alle Fälle hatte ich nach einer Stunde tatsächlich den Seilzug repariert!
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Blick auf den Nordfjord in der Nähe von Maløy. Das Bild oben entstand bei einer Bootstour. Mehr und größere Bilder findet Ihr in der Galerie.
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Als dann auch noch der Motor anspringt, fällt mir ein Stein vom Herzen. Es kann losgehen. Ich tuckere um die uns vorgelagerte Insel auf dem Weg zu einer Schwelle. Kaum biege ich um die Spitze der Insel, sehen wir in 500m Entfernung einen ganzen Möwenschwarm, wie sie sich kreischend immer wieder ins Wasser stürzen. "Da muß Fisch sein!" sag ich zu meinem Vater, der eben mit der Videokamera hantiert. Mit Vollgas geht es dann zu der Stelle. Um uns herum schwirren die Möwen.
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Ich nehme meine Angel, mache die Rolle auf und lasse den 250g - Pilker ins Wasser sausen. Nach ca. 10 Metern hängt die Schnur durch. "Das kann doch nicht sein! Hier ist es doch mindestens 50m tief" sag ich noch und mache die Rolle zu. Sofort merke ich erheblichen Widerstand. Fisch!! Vorsichtig drille ich und merke an der Art des Widerstandes, dass es ein Seelachs ist. 2 Minuten später hab ich die Bestätigung. Wow, ein schöner Seelachs von 60cm! Der Abend fängt aber wirklich gut an!
Inzwischen ist mein Vater mit seiner Angel soweit und beginnt zu pilken. Und genau wie bei mir, nach ca. 10m hängt die Schnur durch und er holt einen Seelachs an die Oberfläche. So geht es eine ganze Stunde. Wie im Rausch holen wir einen Seelachs nach dem anderen aus dem Fjord. Dann ist auf einmal alles ruhig. Der Schwarm ist fortgezogen bzw. wir haben ihn verloren. Aber wir waren nicht traurig. Immerhin haben wir in der einen Stunde 47 Fische gefangen!!
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Oft waren 2 oder sogar 3 Fische zu gleicher Zeit an der Angel. Kein Angellatein, das geht! Wir haben ja neben dem Pilker auch Beifänger verwendet. Das Theater an der Angel muss jeder einmal mitgemacht haben! Auch wenn die Fische nicht sooo groß waren - im Schnitt zwischen 50 und 60cm - aber wenn mehrere Fische an der Angel zerren... das ist ein irres Gefühl! :-)
Dabei ist der Seelachs auch noch ein guter Kämpfer. Anders als der Dorsch, den man nach kurzer Gegenwehr "nur noch" hochpumpen muss.
2 Stunden nach dem Auslaufen waren wir dann wieder an Land. Es war mittlerweile 1.00 Uhr und nun hieß es erstmal die Fische messen und wiegen. Mein Vater hatte 15 Fische und den Grössten mit 71cm und 3,5kg. Ich hingegen hatte 32 Fische, mein Grösster war aber leider einen Zentimeter kürzer.
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Nun ging die Arbeit aber erst richtig los. Alle Fische ausnehmen, putzen, filetieren, Haut abziehen, waschen und einpacken! Das waren 3 Stunden harte Arbeit. Aber danach saßen wir bei einem Glas Bier glücklich und zufrieden am Fenster und beobachteten, wie die Sonne über den Bergen erschien.
Dieses Angelerlebnis entschädigte uns voll und ganz für den mäßigen Erfolg der vergangenen Woche. Wir hatten etwas Fisch zum mitnehmen und freuten uns schon auf die kommenden Grillabende mit Freunden und auf die Angelgeschichten, die dann immer und immer wieder erzählt werden. Und wie Ihr Euch denken könnt, schwärmen wir heute noch von dieser wunderbaren
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