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DAS Forum für den Norwegenfreund

Jagd auf den Revierdorsch

Dorsche sind eigentlich sehr viel unterwegs, sie ziehen hinter bzw. unter anderen Fischschwärmen her und jagen die Schwächeren. Somit sorgt er für einen gesunden und kräftigen Bestand. Aber es gibt auch Stellen, an denen sich immer Dorsch findet. Für diesen hörte ich Bezeichnungen wie Küstendorsch oder Tangdorsch. Diese gilt es zu finden.

Wenn man aufs Geradewohl rausfährt und den Köder hinunterlässt, kann es einem passieren, dass die Schnur abläuft und abläuft und einfach kein Grund zu finden ist. Nicht selten sind die Fjorde schon ein paar Meter vom Ufer entfernt über 50 Meter tief! Versucht deshalb vorher herauszufinden, was Euch erwartet.

Man kann sich schon an der Beschaffenheit des Ufers ungefähr eine Vorstellung von der Tiefe des Fjordes machen. Fällt das Ufer sanft zum Fjord hin ab, wird es auch im Wasser meist allmählich tiefer. Hat man dagegen eine Steilwand vor sich, kann es 3 Meter vom Ufer entfernt schon über 50 m tief sein. Hier ist Probieren angesagt.

Am besten ist es natürlich, wenn man eine Seekarte bekommen kann. In manchen Hütten waren welche vorhanden. Einfach den Hausbesitzer fragen. Auf der Karte sieht man die eingezeichneten Tiefen. Ich habe auf dem Bild einen Abschnitt eingekreist. Dort kann man die Zahlen 34 - 10 - 91 erkennen. An dieser Stelle ist ein Berg unter Wasser, man sagt dazu auch "Schwelle". Nicht umsonst sind da Fische eingezeichnet, die ja gute Fangplätze markieren.

Aber auch die Gastgeber wissen meist, wo man die besten Fangstellen findet. Denn ganz pauschal kann man sagen: "Ein Norweger, der an einem Fjord wohnt, ist garantiert auch ein Angler."
Tipp: Ein kleines Mitbringsel wirkt manchmal Wunder ;-)

Ansonsten sollte man sich den ersten Tag Zeit nehmen und Stichproben machen. Fahrt mit dem Boot umher und lotet die Tiefe aus. Man merkt ganz schnell, wenn Erhebungen vorhanden sind. Merkt Euch markante Punkte an Land, die übereinstimmen müssen, um diese Stellen wiederfinden zu können.

So, einige Stellen habt Ihr ausfindig gemacht, wo Schwellen unter der Wasseroberfläche sind. Aber wo kann man mit Fisch rechnen? Dazu sollte man folgendes wissen. Die Dorsche "stehen" immer gegen die Strömung. Kommt die Flut, kommt auch frisches Futter mit. Der Dorsch wartet im "Windschatten" der Schwellen auf Futter. Jetzt ist die richtige Zeit gekommen.

Eines möchte ich noch erwähnen. Wir haben uns wenig darum gekümmert, wann Ebbe oder wann Flut ist. Wenn man aber an so bestimmten Stellen angeln will, sollte man sich die Zeit einteilen und ab Beginn der Flut angeln. Bei Ebbe ist man nicht so erfolgreich und wenn, dann auf der jeweils anderen Seite der Schwelle.

Ganz interessant sind auch kleine Inseln. Die Strömung zieht an beiden Seiten der Insel vorbei, dahinter prallen diese wieder aufeinander und das Wasser "kolkt". Sehr oft findet man an diesen Stellen Fisch.

Internettipp: Wenn Ihr Euer zukünftiges Angelrevier genau kennt, lohnt sich auch ein Besuch des Norwegenforums. Stellt dort Eure Frage, vielleicht kann ein Besucher, der die Gegend kennt, schon wertvolle Tipps geben!

Jagd auf Schwarmfische

Interessant und teilweise hektisch wird es, wenn man einen Schwarm entdeckt hat. Das sind dann aber auch die Momente, von denen man Jahre später noch erzählt. Wir haben einmal innerhalb einer Stunde 47 Köhler gefangen!!! Da war die Hölle los. :-)

Wenn man einen fresswilligen Schwarm entdeckt hat, braucht man oft nicht auf dem Grund angeln. Die Fische findet man schon knapp unter der Oberfläche. Jetzt kommt es darauf an, den Pilker so schnell wie möglich unter den Schwarm zu bekommen, denn da befinden sich die großen Dorsche, die auf die Kleineren Jagd machen.

Das ist manchmal gar nicht so einfach, denn ist ein Schwarm erst einmal im Futterrausch, wird alles attackiert, was sich bewegt. In so einem Fall empfiehlt es sich auch, die Anzahl der Beifänger auf 2, höchstens 3 Stück zu reduzieren. Es artet dann oft in Schwerstarbeit aus, wenn 3 große Köhler auf einmal gelandet werden wollen und man sollte auch an sein Gerät denken....

Technische Möglickeiten

Es gibt eine Reihe moderner Geräte, mit denen die Suche nach Fisch erheblich leichter fällt. Zum einen sind es Echolote, zum anderen GPS-Empfänger.

Echolot: Falls man öfters Gelegenheiten hat, mit dem Boot zu angeln, ist die Anschaffung wirklich eine Überlegung wert. Man bekommt einen schnellen Überblick über die Bodenbeschaffenheit, ja selbst die Anzeige von Fisch ist möglich. Ein einfaches Echolot mit einer Tiefengenauigkeit bis 150m sollte es schon sein. Auf dem Bild rechts ist ein etwas älteres Gerät. Wir konnten es uns 1994 ausleihen. Sehr schön zu sehen ist der Grund (die schwarze untere Hälfte) und in roter Farbe, das ist ein Heringsschwarm. Die Zahl unten Rechts zeigte immer die aktuelle Tiefe an.

Die Entwicklung ist natürlich nicht stehengeblieben. Heutige Geräte sind reine Wunder der Technik. Man muß schon fast studieren, wenn man alles verstehen will. Auf dem Bild links ist das Display eines Echolots der neueren Generation zu sehen. Man bekommt einen Plott der ganzen Unterwasserwelt. Wie hilfreich so ein Gerät wirklich ist, kann ich leider nicht beurteilen. 1100,-Euro sind mir doch ein bisschen viel :-)
Aber keine Angst. Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Echolot zu kaufen, die Preise beginnen bei 150,- Euro.

Im Forum der Norwegenfreunde lernte ich Olaf kennen. Er hat langjährige Erfahrungen mit einem Echolot (damals für 350,-DM gekauft) und schrieb mir folgendes:

So ein Echolot ist schon was feines, ich möchte es nicht mehr missen. Garantie auf Fisch gibt es trotzdem nicht. Im Wasser gibt es sehr große Pflanzen, die durch ihre Bewegungen falschen Alarm auslösen. Auch abgerissene Pflanzenstücke, die im Wasser treiben, stören eine ganz genaue Ortung....
...Ich angele seit sieben Jahren in der gleichen Gegend und möchte niemals auf's Echolot verzichten.

Olaf, herzlichen Dank für die Infos!

GPS-Empfänger: Hat man eine Seekarte und kennt sich mit diesen Geräten aus, kann man gezielt gute Stellen anfahren. Viele Angler wissen dieses Gerät zu schätzen. Außerdem ist es auch hilfreich, bei aufkommendem Nebel oder wenn man sich verfahren hat, den Weg nach Hause zu finden. In diversen Angelforen werden auch Koordinaten ausgetauscht, so kann man sich schon zu Hause auf das Angelvergnügen vorbereiten. Hat man eine gute ANgelstelle, so hilft das Gerät, diese jederzeit wieder zu finden.

Mein Geheimtipp

Nun, so geheim ist er nun auch wieder nicht, aber sehr hilfreich.
Haltet Euch an die Möwen! Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine Möwe nie umsonst auf dem Wasser sitzt. Sieht man eine, nix wie hin und probiert. Das verhilft sehr oft zum Erfolg.

Noch besser ist es, wenn mehrere Möwen an einer Stelle kreisen. Dort steht fast mit Garantie ein Fischschwarm und wird vom Dorsch attackiert. Es gibt Zeiten, oft in den späten Abendstunden, da "kocht" das Wasser! Auf einer großen Fläche springen die Fische auf ihrer Flucht vor den Dorschen aus dem Wasser, die Möwen stürzen mit lautem Gekreische herab.... wer da keine Fische fängt, hat runde Haken! ;-)