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DAS Forum für den Norwegenfreund

Wir selbst verwendeten Anfangs unsere heimische Ausrüstung, kauften nur einiges Zubehör. Nach dem 2. Angelurlaub hatten wir 3 Rutenbrüche und einiges an gerissenen Schnüren.
Wir hatten zwar immer Ersatz dabei, mit den richtigen Tipps kann man sich solchen Ärger jedoch sparen.

Ich beschreibe an dieser Stelle eine Ausrüstung, die ausreichend ist für eine Tiefe bis ca. 80m. Man kann natürlich tiefer angeln, kein Problem! Dann muß man eben alles etwas größer auslegen.

Ein großer Dorsch strapaziert die Angel
Noch hat mein Vater Spaß mit der neuen Rute. Wenig später brach sie. Es war eine leichte, kleine Bootsangel, den großen Dorschen aber einfach nicht gewachsen.

Die Rute

Unsere Ausrüstung 1998

Als Pilkrute benutze ich selbst eine "Classic Boat". Das ist eine Bootsrute von 1,80m Länge und einem Wurfgewicht von 200 - 500g. Nach dem Dilemma der ersten 2 Jahre hatte ich sie nunmehr das 4. Mal dabei und wird es hoffentlich noch einige Jahre tun. Dabei wurde sie schon arg strapaziert! :-)
Sie ist 2teilig, hat eine straffe Spitze und man bekommt solch ein gutes Stück für ungefähr 40 Euro.
Folgende Kriterien sollte die Pilkrute im allgemeinen erfüllen:

  • Länge: 1,50 - 2,50m
  • Wurfgewicht ab 150g
  • kräftige Spitze
  • stabile Rollenhalterung

Noch ein Wort zum Uferangeln mit Blinker oder kleinem Pilker. Hier ist eine feinere Rute vorzuziehen:

  • Länge ab 2,50m
  • Wurfgewicht ca. 30-50g
  • geschmeidige, feinere Spitze

Will man auf Grund mit Muschel oder Fischfetzen angeln, reicht eine normale, kräftige Rute allemal aus.

Die Rolle

Bei den Rollen gilt, desto größer, desto besser! Viele bevorzugen Multirollen. Wer damit zurecht kommt, dem kann man sie empfehlen. Es reicht aber auch eine herkömmliche Stationärrolle. Auf alle Fälle sollte sie mindestens 200m 35er monofiler Schnur fassen können. Das Angebot ist sehr reichlich. Am besten, man läßt sich in einem Fachgeschäft beraten. Eine gute Stationärrolle bekommt man auch ab 40 Euro.

Links eine Multi- rechts eine Stationärrolle

links zwei Multirollen, rechts eine Stationärrolle.

Die Schnur

Hier gibt es nur eins! Geflochtene Schnur. Sie ist zwar gegenüber monofiler Schnur um einiges teurer, dafür unwahrscheinlich belastbar. Sie hat einen geringeren Durchmesser bei gleicher Belastung und ist nicht dehnbar.

Das ist wichtig, denn kommt man in 40 m Tiefe auf den Grund, dehnt sich schon die Monofile bzw. wird durch ihre "Starrheit" zu sehr mit der Strömung mitgezogen.

Bei geflochtener Schnur und entsprechend schwerem Pilker merkt Ihr auch in größeren Tiefen genau, wie als erstes der Haken aufsetzt, dann die Pilkerspitze und zum Schluß, wie der Pilker umkippt.
Das ist vor allem bei grobsteinigem Meeresboden immens wichtig! Sonst könnt Ihr gleich die Pilker und Vorfächer im Zehnerpack kaufen. Preis der Schnur liegt um die 30 Euro für 300m.

Und noch etwas! Wer mit den Metern knauserig ist, spart am falschen Ende! Ein Dorsch von 90 cm und 5 kg zieht erstmal ganz schön Schnur ab. Wenn man bedenkt, daß vielleicht schon 50 Meter weg sind....

Zubehör

Neben Zange, Messer, einigen Wirbeln und Ersatzhaken sollten Vorfächer nicht fehlen. Will man auf große Dorsche gehen, empfiehlt sich ein robustes Stahlvorfach ohne jeglichen Schnickschnack. Desto weniger Knoten ein Vorfach hat, desto besser. Außerdem kann ja mal ein Hai anbeißen, da hat man ohne Stahlvorfach gleich verloren ;-)

Trotzdem möchte ich auch Vorfächer mit Einhängern für Beifänger empfehlen. Diese kann man kaufen oder selbst anfertigen. Sind Köhler da, hat man schnell sein Abendbrot gefangen und das Gefühl, 3 oder mehr Fische an der Angel zu haben, ist einfach irre.

zum Bild links: Ist man über einem Schwarm, hat man schnell 2 oder 3 Fische gleichzeitig an den Haken. Da kommt Leben in die Rute!

Sobald man aber merkt, daß kapitale Fische dabei sind, sollte man auf ein einfaches Vorfach zurückgreifen, sonst ist das Gerät schnell überlastet. Also am besten, man deckt sich mit einem kleinen Sortiment ein.

Das Vorfach ist der erste Knackpunkt, wenn es hart auf hart kommt. Es können ja Hänger vorkommen, da muß dann das Vorfach einiges aushalten können, sonst ist der schöne Pilker hin.
Schaut Euch die Qualität der Verarbeitung an. Machen die Schlaufen einen haltbaren Eindruck? Ich hatte Vorfächer in der Hand, deren Enden nur mit einer Blechhülse zugepreßt waren...

Das gleiche gilt bei Einhängern und Wirbeln. Sie sollten robust sein und nicht zu klein gewählt werden.

Zu guter Letzt braucht man noch etwas, um die Fische aus dem Wasser zu holen. Ein Unterfangköcher ist da weniger geeignet. Bestens bewährt hat sich ein Gaff. Man kann es leicht selbst bauen. Ein Beilstiel aus dem Baumarkt und ein kräftiges Rundeisen ist alles was man braucht. Das Rundeisen bekommt eine scharfe Spitze, wird rund gebogen und an dem Stiel befestigt. Rechts seht ihr meines.