
Ich durfte auf einem richtigen Fjordpferd reiten und half mit bei der Heuernte.
Die großen Bündel wurden auf einen Wagen geladen und dann über die låvebru, eine Art Brücke, in die Scheune gebracht. Ich saß ganz oben auf dem Heu, als das Pferd den schwankenden Wagen in die Scheune zog.
Mit Knut und Tron ging ich manchmal zum Angeln. Wir trugen lange schwarze Regenmäntel und sahen richtig verwegen aus.
Als Angelruten benutzten wir einfache lange Stöcke. Aber am besten gefiel mir hier in Skotterud, dass ich endlich eine Hose bekam. Zu Hause durfte ich immer nur Kleidern und Röcke tragen.
Ein bisschen traurig wurde es dann, als die alte Großmutter von Skotterud ins Krankenhaus musste. Als sie in einem großen Auto vom Hof gefahren wurde, winkten wir ihr noch lange nach.
Einmal machten wir auch einen Tagesausflug in den Frognerpark in Oslo. Dort sind viele Werke des Bildhauers Gustav Vigeland zu sehen. Zuerst kamen mir die riesigen Statuen reichlich merkwürdig vor, denn alle waren nackt! Ich war sehr davon beeindruckt, dass man aus vielen Steinmenschen einen Springbrunnen oder eine hohe Säule zusammenbauen konnte. Am lustigsten fand ich jedoch die Figur, die ein kleines, schreiendes Kind zeigte. Es sah aus, als ob es wirklich vor Wut mit den Füßen stampft.

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