Aftenposten-Artikel von Montag, dem 20.04.1953 (vermutlich handelt es sich um den selben Transport, auf den sich obiger Artikel aus der Main-Post bezieht):
Neue Flüchtlingskinder
Schmutzig, zerknittert, schlecht gekleidet, aber ansonsten verhältnismäßig wohlgenährt kamen 28 Flüchtlingskinder am Samstag nach Oslo. Dies war der erste Frühjahrstransport des Roten Kreuzes. Im nächsten Monat kommt Transport Nr. 2 und so erfolgt einer pro Monat bis September.
Doch geht alles, wie Frau Tupsy Molstad hofft, - sie ist, wie bekannt, die unermüdliche Vorsitzende der Kinderhilfe - sollen die Transporte über den Herbst und den Winter hinaus fortgesetzt werden. In der feuchten und kalten Jahreszeit haben die Familien, die im Elend wohnen, vielleicht den meisten Nutzen davon, ihre Kinder in guter gesunder und angenehmer Umgebung zu wissen.
Die Kinder kamen ursprünglich aus Ungarn, der Tschechoslowakei und eine Reihe andere aus den Ländern des Eisernen Vorhangs, aber jetzt leben sie alle in Deutschland. Sie hießen Ilse und Stine und Uschi. Und Djetlev und Siegfried und Wolfgang. Und einige von ihnen waren in dem zahnlosen und niedlichen Alter, während andere sowohl aus Hosen als auch aus Pullovern herausgewachsen sind, Ärmel und Hosenbeine schreien nach Erneuerung.
Sie werden davon genug bekommen, wie wir die norwegischen Pflegeeltern kennen. Und sie werden auch einige Kilo zunehmen, bevor sie im Spätsommer wieder nach Süden fahren. Ein Teil der Kinder sollte nach Bergen, 11 nach Vestfold und der Rest wird in der Umgebung verteilt. Schüler der Akademie für Kinderfürsorge und Angehörige des Roten Kreuzes nahmen sich ihrer an, als sie am Abend in den Zug gesetzt wurden, um zu ihren Eltern, bzw. zu ihren Pflegeeltern zu fahren.
Unter der Aufnahme steht zu lesen:
„Die Vorsitzende der Kinderhilfe des Roten Kreuzes, Frau Tupsy Molstad, zusammen mit den kleinen Mädchen Stine und Uschi. “
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