Nachruf auf Oddmund B.
„Oddmund B. starb neulich 85jährig in Moss. Er wohnte bis 1967 in Lillestrøm, aber als Eisenbahner war es notwendig umzuziehen, um befördert zu werden. Er wurde dann Stationsvorsteher in Fagernes und blieb dort bis zu seinem Abschied im Jahre 1982. Einige Jahre später zog er um nach Moss, wo er später zusammen mit seiner Familie lebte. Viele in Lillestrøm werden sich wegen seines großen gesellschaftlichen Engagements an Oddmund erinnern.
Als Repräsentant für die Linken saß er im Gemeinderat und wurde aber auch in den Rat der Wohnungsbau.... Lillestrøms Kinorat, Lillestrøms Arbeitergesellschaft und die kommunale Lohn....gewählt. Am bekanntesten wurde er als eine der Seelen des Kindertheaters Lillestrøm, das er zusammen mit T.B. Ende der fünfziger Jahre gründete. Fast 7 Jahre lang hatten sie einmal im Monat ein volles Haus im Kino.
Neben Fragewettbewerben zwischen den Schulen der Umgebung wurde abwechslungsreiche Unterhaltung geboten, oft mit Kindern auf der Bühne. Einige spätere Stars hatten ihre ersten Auftritte im Kindertheater, unter anderem wiesen die Zwillinge Randi und Toril Eriksen in späteren Interviews darauf hin. Oddmund wurde 1919 in Eidsvoll geboren, aber die neunköpfige Familie zog im selben Jahr um in die Jernbanegate 3 (Eisenbahnweg) in Lillestrøm.
Während des Krieges wurde er bei NSB (Norwegische Staatsbahn) angestellt und geriet dabei in einige dramatische Situationen. Bei einer Gelegenheit verlangten die Deutschen, dass er mit seinem Leben als Garant dafür einstehen sollte, dass ein wichtiger Zug ungehindert die Station passieren konnte. Bei einer späteren Gelegenheit kam der Bescheid, dass der Bahnhof in Lillestrøm gesprengt werden sollte. Die Deutschen hielten die Stationsbediensteten als Geiseln im Bahnhofsrestaurant fest, aber es stellte sich heraus, dass das Stellwerksgebäude Ziel der Sabotage war, und hier kamen zwei oder drei Bedienstete um.
In Fagernes wurde Oddmund frühzeitig Mitglied im Reiseverkehrsteam Valdres und Jotunheimen und wurde später für 10 Jahre dessen Vorsitzender.
Er war auch Vorsitzender der "Freunde der Valdresbahn", die für den Erhalt der Valdresbahn kämpften. Diesen Kampf zu gewinnen erwies sich als unmöglich.
Unsere Gedanken gehen heute zu Inger und der übrigen Familie, (..) den zwei Kindern, sechs Enkeln und drei Urenkeln.“
Nichten und Neffen
Gitta Doebert
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