Nur leider spielt der Gaskocher nicht mit. Aber Not macht erfinderisch und eine vorhandene Feuerstelle wird in Betrieb genommen. Auch das erweist sich als nicht einfach, denn durch den Regen finden wir kaum trockenes Holz. Aber wir brachten den kleinen Topf doch noch zum kochen und genießen unseren Kaffee bzw. Tee.
Es ist nun schon später Nachmittag, wir sind etwas müde und uns treibt es ans Ziel, deshalb bleibt wenig Zeit, die nun passierten Wasserfälle genauer anzuschauen – das Wetter ist auch nicht entsprechend. Über Flåm geht es nun ein Stück über die E16 bis Vinje. Hier biegen wir auf die RV13 ab in Richtung Viksøyri. Vor uns tauchen die Serpentinen zum Vikafjell auf. Der Wasserfall zur Rechten führt sehr viel Wasser und da staunt auch unser Toni ganz schön. In Vik angekommen, geht es gleich weiter Richtung Vangsnes, wir fahren aber nicht mit der Fähre, sondern weiter am Sognefjord entlang Richtung Fresvik.
In Fresvik angekommen, geht es wieder einmal auf die Suche nach unserem Ferienhaus. Wir haben eine handgemalte und kopierte Karte erhalten und können uns kaum verfahren. Immerhin müssen wir noch ca. 16 km auf schmalen Straßen mitten durch den Wald. Wir kommen immer höher und höher und Zweifel kommen uns über den richtigen Weg, denn die Hütte soll doch an einem Fjord liegen?
Nach 15 Minuten sind wir auf dem Gipfel des Berges und die Abfahrt beginnt. Aha! Doch richtig. Ab und zu sehen wir schon den Aurlandsfjord weit unten durch die Bäume schimmern.
Auf einer privaten Serpentine, mit Schotterpiste und dem gähnenden Abgrund 30cm neben uns, geht es steil bergab. Oft müssen wir die Luft anhalten, denn Absperrungen zum Abgrund hin sind sehr sporadisch angebracht. Das ist genau das richtige für Toni, nun hat er selbst die Pokemons vergessen! Diese „Straße“ war übrigens Thema Nr. 1 im Hyttenbuch ;-)
Aber gegen 21:00 Uhr sind wir dann doch heil angekommen. Was wir nun sehen, lässt uns die halsbrecherische Abfahrt vergessen. Auf einem großen Grundstück stehen 3 Häuser. Das Haus unserer Wirte, der Familie Simlenes, das Haus ihrer Eltern und das Haus, welches für eine Woche unser Zuhause sein wird und sonst: nur Wiese, Wald und Wasser, einfach Natur und Ruhe pur!
Ganz lieb werden wir von unseren Vermietern begrüßt, die Verständigung - teils in Deutsch, teils in Englisch - klappt wunderbar. Wir besichtigen die Hütte und wir können sagen, es fehlt an nichts. Alles sauber und liebevoll hergerichtet, da kann man den Norwegern allgemein ein großes Lob aussprechen.
Obwohl es dann nach dem Auspacken schon 22.30 Uhr ist, drängt Toni zum Angeln. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und machen die Ruten zum ersten Angeltörn bereit. Es ist ja auch noch taghell und keiner denkt jetzt ans Schlafen.
Das Ergebnis der ersten Angelfahrt war dann aber doch sehr ernüchternd. Ein „Leng-Baby“ war alles, was uns an die Angel ging. Da nichts aufregendes passierte, kam die Müdigkeit durch und kurz nach Mitternacht waren wir dann schon wieder an Land und gingen alle zu Bett.
Seite 2 von 7 |
|||||||
| | |||||||
|
Reiseberichte | Aktivitäten | Fotoalben | Anglerseiten | Historisches Startseite | Über uns | Sitemap | Gästebuch | Kontakt |
|
© 1998-2007 bei Gitta Doebert & Jens Piske |

