2. Tag So, 28.05.2000
Wir lassen es ruhig angehen. Es regnet in Strömen und die Anfahrt steckt noch in den Knochen. In einer Regenpause sind wir dann raus auf den Fjord, jedoch ohne großen Erfolg. Ein 25cm – Dorsch ging Opa Gerhard an die Angel, das war alles. Noch sind wir auf der Suche nach guten Angelplätzen. Der Fjord ist sehr groß, ohne Inseln oder dergleichen – und ein paar Meter vom Ufer entfernt geht es gleich hunderte Meter in die Tiefe. Im Gästebuch stand, dass man Haie von 1,10m gefangen hat! Das lässt uns hoffen.
Den Nachmittag haben wir gespielt. Mit Rummikopp haben wir alle drei viel Spaß. Wegen dem Regen und ziemlich starkem Wind haben wir dann die 2. Angeltour auf den Abend verschoben. Bei Flut und doch guten Bedingungen hofften wir auf unser Petriglück – leider vergebens. Was ist los? So langsam werden wir unruhig. Was soll denn Toni von uns denken?
Auf unseren „todsicheren“ Fischfinder konnten wir uns auch nicht verlassen. Die Möwen suchten ihr Futter auf den umliegenden Wiesen! Ein schlechtes Omen?
Mit dem Boot sind wir dann ein wenig auf dem Fjord herumgetuckert und auch mal bis auf die andere Seite gefahren. Die Überfahrt dauert immerhin mit dem kleinen Außenborder 10 Minuten. Durch die hohen Berge sieht es ja nicht so weit aus, aber das täuscht. Halb elf waren wir dann wieder zurück. Unser Toni hält erstaunlich gut durch. Gegen 2:00Uhr waren dann alle im Bett.
3. Tag Mo, 29.5.2000
Nach dem Frühstück wurde beschlossen, das Angeln bei dem Regen zu verschieben und eine Runde mit dem Auto zu fahren. Wir fuhren zum tanken und einkaufen nach Fresvik.
Dann fuhren wir nach Vik und besichtigten die Hopperstad- Stabkirche. Der Eintritt kostete 35,- Kronen für Erwachsene, Toni durfte so mit rein. Die Kirche von 1130 wurde zwischen 1885 und 1891 vom Architekten Peter Blix nach dem Vorbild der Borgund-Stabkirche restauriert und ist ebenso beeindruckend. Einen Besuch kann man nur empfehlen!
Auf dem Rückweg, es nieselte unentwegt, folgten wir in Fresvik dem Hinweisschild nach Engi. Es ging immer bergauf und dann standen wir vor einem Wildwasser, welches über die Straße floss! Vorsichtig fuhren wir hindurch, das Wasser war zum Glück nur wenige Zentimeter hoch. Ja und dann „war die Welt zu Ende“. Die Straße endete an ein paar Sennerhütten. Aber hier war es einfach wildromantisch. Bis auf eine Kuhglocke, die irgendwo erschallte und das Rauschen des Baches war es still – einfach nur still und rundherum eine grandiose Natur. Na, wenn es mit dem Angeln nichts wird und das Wetter einigermaßen mitspielt, dann werden wir eben hier ein bisschen Wandern gehen.
Dann ging es zurück in unser Quartier. Erstmals wurde der Fernseher eingeschaltet. Uns interessierte aber nur der Wetterbericht. Das sieht dieses Jahr nicht gut aus. Richtig schönes Wetter werden wir wohl nicht bekommen. Am Abend ging es wieder raus zum Angeln. Wir haben es stundenlang versucht, aber bis auf 2 mickrige Barsche wurde nichts gefangen. Wir sind echt enttäuscht. Zum Tagesende spielten wir noch ein paar Runden Rummikopp und kurz nach Mitternacht waren alle in den Federn.
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