Diese Kirchen wirken nicht so monumental wie etwa der Kölner Dom. Eher sehr zierlich, durch die vielen Schnitzereien sind sie aber genauso eine Augenweide, wirken nicht so pompös und faszinieren durch ihre enorme Stabilität, die sie teilweise schon mehr als 1000 Jahre unter Beweis stellen.
Wieso heißen sie Stabkirchen? Nun, das Grundgerüst einer solchen Kirche besteht aus bis zu 20 senkrecht stehenden Masten. Die Norweger sagen dazu »stav« bzw. »staver«. Daher der Name »Stavkirke«. Selbst die Holzverkleidungen sind meist senkrecht angebracht. Die Stabkirchen geben bei Sturm nach, sie „arbeiten“ im Wind.
Hinter Gol fahren wir weiter auf der B52 durch das Hemsedal. Ein Wildwasser zu unserer linken Hand, hohe Berge im Hintergrund, ja, jetzt sind wir wieder in dem Norwegen, von dem wir das ganze Jahr träumen!
Vor meiner ersten Reise las ich in einem Reiseführer, man soll sich viel Zeit nehmen, wenn man durch den Süden Norwegens fährt. Es gäbe hier Gegenden, wo die Natur hinter jeder Kurve immer wieder für Überraschungen sorgt.
Weiterhin soll man immer genug Filme mitnehmen, die Reisegeschwindigkeit mit maximal 60 km/h berechnen. Ich hab es nicht geglaubt, aber es ist wirklich so. Die Videokamera geht gar nicht mehr aus. Kaum fährt man um einen größeren Felsen, bietet sich wieder ein ganz anderes, atemberaubendes Panorama. Gewaltige Wasserfälle, hohe Berge, tiefe Täler, aller Minuten ändert sich das Bild. Man wird nicht Müde, immer wieder diese Natur zu bestaunen.
In einem Bildband las ich einmal folgenden Satz:
„Wenn Gott sieben Tage brauchte, um die Welt zu erschaffen, so hat er sich mit Norwegen mindestens 2 Tage Zeit gelassen. “
Mehr braucht man dazu gar nicht sagen, man kann nur zustimmen.
Fünf Minuten fahren wir jetzt schon durch diesen unheimlich wirkenden Tunnel. Vor der Einfahrt lasen wir, dass er 11 km lang ist. Nur darf man nicht den Fehler begehen, diese „Tunnelen“ mit denen in Deutschland zu vergleichen.
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