Aus dem Felsen gesprengt, die Einfahrten gesichert, die Straße geteert und alle 300m eine Lampe aufgehängt, so sieht oftmals in Norwegen ein Tunnel aus! Kohlrabenschwarze, unebene Wände schlucken selbst das Licht der stärksten Autoscheinwerfer. Auf dem Bild (vorherige Seite) seht ihr einen sehr gut beleuchteten Tunnel! Hier konnten wir wenigstens ein Foto mit 3 Sekunden Belichtungszeit machen. Menschen mit Neigungen zu Klaustrophobie sollten vor einer solchen Reise die Route genau planen.
In guten Landkarten sind die Tunnel auf alle Fälle eingezeichnet.
Jetzt geht es stetig bergauf. Wann haben wir das schwarze Loch endlich hinter uns? Langsam kommt in der Ferne der Ausgang in Sicht. Total geblendet lassen wir den Tunnel hinter uns. Doch was ist das? Wir sind durch die stetige Steigung einige hundert Meter höher gekommen. Schnee liegt am Straßenrand, die Temperatur ist auf 3 Grad zurückgegangen. Dabei sind wir bei schönem Wetter und einer blühenden Landschaft in den Tunnel eingefahren!
Und jetzt sind wir auf einer Hochebene gelandet. Die Seen sind zum größten Teil noch zugefroren, reichlich Schmelzwasser für die Wasserfälle auf der anderen Seite ist also noch vorhanden. Wo sind wir bloß hingeraten?
Eine halbe Stunde fahren wir durch diese rauhe Gegend. Verwunderlich, dass hier Hütten stehen. Vermutlich werden diese nur im Sommer genutzt. Langsam geht es eine Serpentine hinab. Wenn ich vorhin Menschen mit Platzangst gewarnt habe, so muß ich jetzt Menschen mit Höhenangst warnen. ;-)
Auf schmaler Straße geht es bergab. Kaum eine Randbefestigung ist zu sehen. Ziemlich eng wird es bei Gegenverkehr. Teilweise kommt man nur in den breiter ausgelegten Kurven aneinander vorbei.
Mein Vater klammert sich an das Lenkrad. Als ich ihn frage, ob ich fahren soll, lehnt er ab. „So hab ich wenigstens etwas, woran ich mich festhalten kann.“ meinte er.
Im Land der Fjorde
So geht es immer weiter. Mal fahren wir im Tal, den nächsten Moment geht es wieder hinauf in die Berge. Gegen 16.00 Uhr kommen wir wieder über eine Bergkuppe. Diesen Augenblick werde ich nie vergessen. Eben noch durch rauhes Bergland gefahren, präsentiert sich im Tal der Sognefjord von seiner schönsten Seite. Eingebettet zwischen schneebedeckten Bergen bietet sich uns ein Panorama – das kann man nicht beschreiben.
Ich hoffe, das Bild vermittelt Euch einen ungefähren Eindruck von der Schönheit des Sognefjordes. Eine halbe Stunde später stehen wir an der Anlegestelle der Fähre. Das kann einem, je nach Streckenplanung
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